My Dear,

I don’t know what to do today,
help me decide.
Should I cut myself open
and pour my heart on these pages?
Or should I sit here and do nothing,
nobody’s asking anything of me after all.
Should I jump off the cliff that has my heart beating so
and develop my wings on the way down?
Or should I step back from the edge,
and let the others deal with this thing called courage.
Should I stare back at the existential abyss that haunts me so and try desperately to grab from it a sense of self?
Or should I keep walking half-asleep,
only half-looking at it every now
and then in times in which I can’t help doing anything but?
Should I kill myself or have a cup of coffee?

Falsely yours.

– Albert Camus

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Manche Menschen wissen nicht

Manche Menschen wissen nicht, wie es ist,
wenn man Nachts nicht schlafen kann.
Manche Menschen wissen nicht, wie es ist,
wenn niemals Stille im Kopf ist.
Manche Menschen wissen nicht, wie es ist, keine Gefühle zu kennen.
Manche Menschen wissen nicht, wie es ist,
wenn man nicht mehr lachen kann.
Manche Menschen wissen nicht, wie es ist,
wenn man sich selbst so sehr hasst, dass man sich zersört.
Manche Menschen wissen nicht, wie es ist,
wenn man so verzweifelt ist und nur noch den Tod als Ausweg sieht.
Manche Menschen wissen nicht, wie es ist, nur Extreme zu kennen.
Manche Menschen wissen nicht, wie es ist,
sich selbst im Spiegel nicht zu erkennen.
Manche Menschen wissen nicht, wie es ist,
wenn die Stimmung 100 mal am Tag wechseln kann, ohne wirklichen Grund.
Manche Menschen wissen nicht, wie es ist,
wenn man lieber sterben würde, als so weiter zu leben.
Manche Menschen wissen nicht, wie es ist,
wenn man jeden Tag gegen sich selbst kämpfen muss.
Manche Menschen wissen einfach nicht
und werden es auch niemals wissen.

… manche Menschen können sich Glücklich schätzen.

Manchmal sagen Leute,…

Manchmal sagen Leute, dass sie immer für dich da sind.
Manchmal sagen Leute, dass sie dich Lieben.
Manchmal sagen Leute, dass sie für dich sterben würden.
Manchmal sagen Leute, dass sie dich nicht verlieren wollen.
Manchmal sagen Leute, dass es Ok ist.
Manchmal sagen Leute, dass sie dich nicht verletzten wollen.
Manchmal sagen Leute, dass sie sich um dich sorgen.
Manchmal sagen Leute, dass du ihnen immer wichtig sein wirst.
Manchmal sagen Leute, dass sie dich auffangen, wenn du fällst.

Aber manchmal Lügen Leute auch…

Zerstört und nicht einmal gelebt

Mit 12 schrieb ich meinen ersten Abschiedsbrief.
Mit 13 fing ich an mir die Arme aufzuschneiden.
Mit 14 hörte ich auf zu essen und trinken.
Mit 15 war ich bereits das zweite mal knapp dem Tod entkommen.
Mit 16 zog ich in eine Therapeutische Essgestörten-WG.
Mit 17 ließ ich mich regelmäig von Männern benutzen.
Mit 19 habe ich bereits aufgehört meine Klinikaufenhalte zu zählen.
Mit 20 schluckte ich meine Antidepressiva mit Alkohol runter.
Mit 21 setzte ich mich selbst auf kalten Drogen- Entzug.
Mit 22 hatte ich alles verloren, was mir wichtig war.
Mit 23 war ich offiziell Schwerbehindert.
Mit 24 war mein Körper komplett zerstört und ich habe nicht einmal gelebt.

Ich habe Angst…

Ich habe Angst.
Angst vor der Person, der ich jeden Tag im Spiegel begegnen muss.
Angst vor der Person, mit der ich seit Jahren leben muss.
Angst vor der Person, die ich nie wirklich kannte.
Angst vor dem Körper, den ich spüren muss.
Angst vor der Seele, die in diesem wohnen muss.
Angst, weiter mit Unwissenheit und Lügen zu leben.
Angst, die Wahrheit zu kennen.
Ansgst vor dem, was ich einst war.
Angst vor dem, was ich bin.
Angst vor dem, was ich sein kann.
Angst vor dem, was ich sein werde.

Abschied von der Opferrolle

Es wird Zeit für einen Abschied…
Einen Abschied, den ich schon viel zu lange vor mir herschiebe.
Abschiede sind nie meine stärke gewesen und
doch sind sie nötig um weiter zu kommen im Leben.
Abschied nehmen von der Rolle des kleinen, hilflosen Mädchen.
Abschied nehmen von emotionalen Missbrauch.
Abschied nehmen von der Abhängigkeit von anderen Menschen.
Abschied nehmen von Gedanken, die mich töten.
Abschied nehmen von der Unterdrückung meiner selbst.
Abschied nehmen von der Selbstzerstörung.
Abschied nehmen von dem sich nicht wehren können.
Abschied nehmen von der ewigen Opferrolle.
Dieser Abschied heißt aber nicht, dass ich etwas vergesse, vergebe oder verharmlose.
Nein, dieser Abschied heißt, dass ich weiter kommen will.
Es bedeutet, dass ich bereit bin für den nächsten Schritt.
Es bedeutet Ballast abwerfen und ein Stück frei werden.
Verantwortung für mich und mein Leben übernehmen.
Frei für neue Gefühle, neue Erlebnisse und gesunde Wünsche.

Niemand kann diese Entscheidung für mich treffen.
Ich selbst, muss meine Gefangenschaft in der Opferrolle beenden.
Ich muss die Gitterstäbe selber durchbrechen und hinaus treten.
Die Sehnsucht nach Leben in mir wecken und wachsen lassen.

Alles was geschehen ist, ist eine Wirklichkeit, eine schreckliche Wirklichkeit, die man nicht vergessen kann und auch nicht muss! Aber wenn ich diese Geschehnisse nicht verabschiede, irgendwann ruhen lasse, dann werde ich NIE frei sein zu leben!

Die Marionette

Sie war eine Art Marionette.
Jedoch als sie ihr eigenes Schicksal in die Hände nehmen wollte
und begann die Schnüre zu zerschneiden,
verlor sie all das was sie bisher aufrecht gehalten hat.
Sie konnte sich bewegen, aber war nichts mehr als ein schlaffer Körper.
Nur einen Faden hielt sie noch
und so tanzte sie weiter
nach den Anweisungen des Marionettenmasters.
Doch es war nicht mehr das selbe und auch er hörte bald auf damit.
Sie wurde starr und verstaubte im Lauf der Zeit.
Nun durfte sie niemals mehr die Freiheit der Bewegungen fühlen.

Liebesentzug

Ich war nichts, als nur eine Faszination für dich.
Du warst wie im Rausch und ich war deine Droge.
Deine Droge, die dir zum Verhängnis wurde.
Du wolltest mich retten, ohne zu wissen,
dass man mich nicht retten kann.
Du machtest deine Arme auf und ließt mich fallen.
Du wurdest kalt.
Kalt, wie ein ausgestopftes Tier.
Du fragtest mich nicht mehr, wie es mir geht.
Meine Geschichte hat die nie interessiert.
Du lächeltest nicht mehr, wenn ich dir etwas erzählt habe.
Du küsstest mich nicht mehr mit Gefühl.
Deine Berührungen ließen mir ein Schauer über den Rücken laufen.
Deine Nähe wurde mein Gift.
Keine Worte, keine Erklärung.
Du hast mich in meinen Gedanken allein gelassen.
“Was ist nur passiert?”
Ließt mich Zweifeln, an allem was ich bereits gewusst habe.
Weißt du, wie das eine Person fertig machen kann?
Wie konnte ich dich zulassen?
Du stelltest mich auf Liebesentzug.
Es ist egal wie oft du noch sagst, dass es dir leid tut.
Deine Worte sind nichts wert, sie waren es nie.
Deine Handlungen haben alles bewiesen.
Du hast mich nie gekannt, du wolltest mich nie kennen.
Ich gab dir meine ganze Seele und
du lässt mich mit nichts zurück.
Ich bin von deiner Liebe ernüchtert.
Geh weg, denn eine Berührung von dir und ich würde Rückfällig werden.

Entleeren

Ich will schreien.
In Tränen ausbrechen.
Die Klinge in meine Arme rammen.
Jeden Knochen aus meinen Körper ziehen
und wie Konfetti in die Luft werfen.
Jede Sehne durchtrennen,
das warme Blut über meine Arme fließen lassen.
Nicht einmal, nicht zweimal, nein…
unzählige Male bis ich spüre, wie ich aus meinen Körper verschwinde.
Ich will mich entleeren.
Grenzen überschreiten.
Endlich am Ende des Abgrunds aufprallen.
Blutleer.

Doch alles was ich tue, ist die kalte Wand anstarren.

Fick mich einfach…

Habe keine Angst mir weh zu tun.
Denk nicht so viel nach.
Gehe deiner Gier nach.
Ich bin nicht so empfindlich wie du denkst.

Zwingen mich auf die Knie.
Führe mich.
Lass meine Augen Tränen sprechen.
Knabber nicht nur an mir. Verschlinge mich.
Streichel nicht nur meinen Hals.
Umschlinge ihn mit deinen Händen. Ich will es spüren.
Spüre meinen Puls, der in deinen Handflächen hämmert.
Spüre meinen kurzen Atem.
Mach mich hilflos.
Willenlos in Eisenketten, gehöre ich dir.
Mit Absicht. Mit Besitz.
Lass mich in eine Welt voller Demut und Schmerz abtauchen.
Halte nicht nur meine Hand.
Ich will deinen starken Griff um meine Handgelenke fühlen.
Ich möchte die blauen Flecken sehen.
Die Striemen. Die Handabdrücke.
Ich will es auch morgen noch spüren.
Fragen nicht, ob ich in Ordnung bin.
Ich muss loslassen, will nicht denken müssen.
Mach mich zu Deinem.
Lass meinen Körper Antwort.
Mit jedem Zittern und Stöhnen,
mit der Nässe zwischen meinen Schenkeln.
Dies sind die Dinge, die ich nicht kontrollieren kann.
Ich will nicht kontrollieren. Ich will mich hingeben können.
Zweifel nicht. Mach dir keine Sorgen. Nicht denken.
Benutze mich.

Fick mich einfach…

… aber vergiss mich danach nicht aufzufangen.